Sonntag, 2. November 2014

Unten



Ich stolpere in meine eigenen Fallen
Zerfetze mich mit Rasierklingenkrallen
Ich allein gewohntes Wesen
Ach, hätte ich nie deine Worte gelesen
Ich kann nicht aufhören zu hoffen
Besser, ich hätte dich nie getroffen
Hoffnung, obwohl es nie etwas zu hoffen gab
Verloren, weil ich Trauer im Herzen trag
Depressionen hab
Hässliche Haut, bitte vernarb
Einsamkeit der blinden Liebe ist mein Grab

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Durchschnitt

(was für ein grausames Wort übrigens, man 
wird durchschnitten, damit die Gesellschaft weiß, 
wie die meisten Menschen ticken. Wer sich im 
Durchschnitt bewegt, ist aber auch selbst schuld. 
Grausames Wort für eine grausame Sache.)

"Wieder wird das Weihwasser knapp, 
für die Bürger der Neinsagerstadt, 
jede Rede der Priester lediglich ewig 
und eh zum Scheitern verdammt."  
- Casper, im Ascheregen- 

Ich bin selbstbewusster geworden in letzter 
Zeit. 
Okay, nein, bin ich nicht, aber ich rede es 
mir zumindest ein und zwinge mich dazu, 
mein Ding durchzuziehen. 
Die Blicke der anderen Mädchen schmerzen
zwar, wenn sie meinen rotkarierten 
Schulmädchenrock und die Doc's abschätzig 
mustern, aber hinter ihrem Rücken werfe ich 
ihnen und ihren weißen Chucks, ihren 
Longchamptaschen und kotzfarbenen 
Burberryschals den gleichen Blick zu. 
Sollen sie doch. Sie hassen mich ja doch nicht 
wegen meines Styles, sondern einfach weil ich 
mit meiner Andersartigkeit den perfekten 
Sündenbock abgebe. 
Diesen Menschen werde ich es sowieso nie 
recht machen können, egal wie viel ich ändere, 
also lasse ich es einfach 

Leckt mich, Bitches! 
Für eure Scheiße hat der Mensch nicht genug 
Mittelfinger! 

Dienstag, 28. Oktober 2014

Voreilig



Zu schnell zu schön ausgemalt.
Kann sowieso nie was werden.
Am Ende bist du verletzter als
davor.
Träume sind gefährlich, denn
sie wirken so real.
Ich will nie wieder aufwachen.
Wegfliegen.
Nie den Boden berühren!
Wartend, dass sich irgendwann
was ändert.

Sich in jemanden zu verlieben, den 
man nicht kennt, ist wohl nur dazu 
gut, Träume zu haben. In die Person 
die Wunschvorstellung hinein zu 
interpretieren. Doch an Träumen 
zerbricht man...

Montag, 27. Oktober 2014

Blick' zu lang in den Abgrund, und er blickt zurück



Ich sollte wohl etwas positiver denken, wenn man die Reaktionen auf mein Tun und Handeln betrachtet: 

"Ich will nicht, dass du so eine Psychodepritusse wirst!"

"Dein ganzes Verhalten ist viel zu depressiv und emo!"

"Du versuchst nur, etwas Besonderes zu sein, und das driftet viel zu sehr ins Negative ab!"

"Du willst doch sowieso nur unglücklich sein!"

"Bieg dir dein Unglück nur so zurecht!"

Ganz ehrlich, aber: 
Lasst mich doch alle in Ruhe! 
Lasst mich mein Ding machen!
Und versucht nicht ständig, mich zu ändern.
Denkt nicht, ihr wüsstet, was gut für mich ist.
Es ist mein Leben!
Ich kann damit machen, was ich will! 
Akzeptiert, dass ich so bin, wie ich bin.

Samstag, 25. Oktober 2014

Kuntergrau Dunkelbunt



"Wir malen uns die Welt in 
kuntergrau dunkelbunt" - Casper 

Die Welt ist für mich von Haus aus grau.
Dunkel. Unfreundlich.

Ich kann mir einreden, sie wäre es nicht -
für kurze Zeit.

Ich kann mich bemühen, die bunten Dinge
zu sehen - aber nach ein paar Stunden wird
alles wieder von Grau übermalt.

Ich kann mir hoffnungsvoll Träume
spinnen - aber nach kurzem Schlaf
zerplatzen sie am Graubeton der Realität.

Ich kann mir vorstellen, dass die Sonne
scheint - aber nach einigen Lichtstrahlen
verblasst alles wieder zu monochromem
Grau.

Wenn ich sage, dass die Dunkelheit mich
liebt und mich mit ihren dunklen Fängen
umarmt, ist die Welt zwar schwärzer, aber
ich werde vor Enttäuschungen beschützt.
Warum ist dunkel denn schlecht?
Mein unbeschriebenes Blatt Papier wird
kuntergrau dunkelbunt!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Vergänglichkeit



Menschen verändern sich nunmal.
Das ist der Lauf der Dinge. 
Man macht Erfahrungen. 
Mit den Erfahrungen verändert man sich. 
Du kannst mich nicht einfrieren.
Irgendwann passen zwei Menschen 
dann auch nun mal nicht mehr zusammen. 
Vielleicht ist es ja das, was passiert, 
wenn man sich auseinandergelebt hat.


Montag, 20. Oktober 2014

Verkorkst



Ich habe ihm nicht gut getan.
Ich habe diesen verkorksten Jungen
nur noch mehr verkorkst,
obwohl ich mir immer einbildete,
ihm helfen zu können,
ihn retten zu können.

Wie konnte ich mir anmaßen,
das zu tun,
wie konnte ich denken,
ich wäre besonders genug,
um das zu können?

Er hat den Fehler nicht bei mir gesucht,
wenn ich schlecht drauf war
und ihn ohne Grund angegangen bin.
Er dachte, das wäre schon richtig so,
er dachte, der Fehler läge bei ihm
und er hätte das verdient.

Ich habe versagt.
Es tut mir leid.