Donnerstag, 30. Oktober 2014

Durchschnitt

(was für ein grausames Wort übrigens, man 
wird durchschnitten, damit die Gesellschaft weiß, 
wie die meisten Menschen ticken. Wer sich im 
Durchschnitt bewegt, ist aber auch selbst schuld. 
Grausames Wort für eine grausame Sache.)

"Wieder wird das Weihwasser knapp, 
für die Bürger der Neinsagerstadt, 
jede Rede der Priester lediglich ewig 
und eh zum Scheitern verdammt."  
- Casper, im Ascheregen- 

Ich bin selbstbewusster geworden in letzter 
Zeit. 
Okay, nein, bin ich nicht, aber ich rede es 
mir zumindest ein und zwinge mich dazu, 
mein Ding durchzuziehen. 
Die Blicke der anderen Mädchen schmerzen
zwar, wenn sie meinen rotkarierten 
Schulmädchenrock und die Doc's abschätzig 
mustern, aber hinter ihrem Rücken werfe ich 
ihnen und ihren weißen Chucks, ihren 
Longchamptaschen und kotzfarbenen 
Burberryschals den gleichen Blick zu. 
Sollen sie doch. Sie hassen mich ja doch nicht 
wegen meines Styles, sondern einfach weil ich 
mit meiner Andersartigkeit den perfekten 
Sündenbock abgebe. 
Diesen Menschen werde ich es sowieso nie 
recht machen können, egal wie viel ich ändere, 
also lasse ich es einfach 

Leckt mich, Bitches! 
Für eure Scheiße hat der Mensch nicht genug 
Mittelfinger! 

Dienstag, 28. Oktober 2014

Voreilig



Zu schnell zu schön ausgemalt.
Kann sowieso nie was werden.
Am Ende bist du verletzter als
davor.
Träume sind gefährlich, denn
sie wirken so real.
Ich will nie wieder aufwachen.
Wegfliegen.
Nie den Boden berühren!
Wartend, dass sich irgendwann
was ändert.

Sich in jemanden zu verlieben, den 
man nicht kennt, ist wohl nur dazu 
gut, Träume zu haben. In die Person 
die Wunschvorstellung hinein zu 
interpretieren. Doch an Träumen 
zerbricht man...

Montag, 27. Oktober 2014

Blick' zu lang in den Abgrund, und er blickt zurück



Ich sollte wohl etwas positiver denken, wenn man die Reaktionen auf mein Tun und Handeln betrachtet: 

"Ich will nicht, dass du so eine Psychodepritusse wirst!"

"Dein ganzes Verhalten ist viel zu depressiv und emo!"

"Du versuchst nur, etwas Besonderes zu sein, und das driftet viel zu sehr ins Negative ab!"

"Du willst doch sowieso nur unglücklich sein!"

"Bieg dir dein Unglück nur so zurecht!"

Ganz ehrlich, aber: 
Lasst mich doch alle in Ruhe! 
Lasst mich mein Ding machen!
Und versucht nicht ständig, mich zu ändern.
Denkt nicht, ihr wüsstet, was gut für mich ist.
Es ist mein Leben!
Ich kann damit machen, was ich will! 
Akzeptiert, dass ich so bin, wie ich bin.

Samstag, 25. Oktober 2014

Kuntergrau Dunkelbunt



"Wir malen uns die Welt in 
kuntergrau dunkelbunt" - Casper 

Die Welt ist für mich von Haus aus grau.
Dunkel. Unfreundlich.

Ich kann mir einreden, sie wäre es nicht -
für kurze Zeit.

Ich kann mich bemühen, die bunten Dinge
zu sehen - aber nach ein paar Stunden wird
alles wieder von Grau übermalt.

Ich kann mir hoffnungsvoll Träume
spinnen - aber nach kurzem Schlaf
zerplatzen sie am Graubeton der Realität.

Ich kann mir vorstellen, dass die Sonne
scheint - aber nach einigen Lichtstrahlen
verblasst alles wieder zu monochromem
Grau.

Wenn ich sage, dass die Dunkelheit mich
liebt und mich mit ihren dunklen Fängen
umarmt, ist die Welt zwar schwärzer, aber
ich werde vor Enttäuschungen beschützt.
Warum ist dunkel denn schlecht?
Mein unbeschriebenes Blatt Papier wird
kuntergrau dunkelbunt!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Vergänglichkeit



Menschen verändern sich nunmal.
Das ist der Lauf der Dinge. 
Man macht Erfahrungen. 
Mit den Erfahrungen verändert man sich. 
Du kannst mich nicht einfrieren.
Irgendwann passen zwei Menschen 
dann auch nun mal nicht mehr zusammen. 
Vielleicht ist es ja das, was passiert, 
wenn man sich auseinandergelebt hat.


Montag, 20. Oktober 2014

Verkorkst



Ich habe ihm nicht gut getan.
Ich habe diesen verkorksten Jungen
nur noch mehr verkorkst,
obwohl ich mir immer einbildete,
ihm helfen zu können,
ihn retten zu können.

Wie konnte ich mir anmaßen,
das zu tun,
wie konnte ich denken,
ich wäre besonders genug,
um das zu können?

Er hat den Fehler nicht bei mir gesucht,
wenn ich schlecht drauf war
und ihn ohne Grund angegangen bin.
Er dachte, das wäre schon richtig so,
er dachte, der Fehler läge bei ihm
und er hätte das verdient.

Ich habe versagt.
Es tut mir leid.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Utopie



Wozu sind Utopien gut?
Wozu malen wir uns Dinge aus,
die wir sowieso nie erreichen?
Das macht doch nur unzufrieden,
unglücklich, sorgt für Enttäuschung.

Damit wir nicht aufhören, an etwas
zu glauben.
Damit wir die Kraft haben, weiter zu
machen und etwas zu verändern.

Meine Utopie ist nicht geschmückt mit
umweltrettenden Maßnahmen, und auch
nicht mit Essen für alle, muss ich gestehen.
Ich stelle mir einfach vor, wie es wäre, wenn
die Menschen freundlich und rücksichtsvoller,
aufrichtiger miteinander umgehen würden.
Wenn man hilfsbereiter wäre, nicht so sehr auf
sich selbst bezogen.
Wenn man Eifersucht, Neid und Hass über-
winden könnte.
Wenn sich jemand neben einen setzt, wenn man
einsam ist, wenn man sich gegenseitig hilft und
zumindest versucht zu verstehen.
Wenn man Liebe ehrlich meinen würde.

Dann frage ich mich, warum ich für etwas
kämpfen soll, dass sowieso nie eintritt.
Warum ich in eine hoffnungslose Schlacht
ziehen soll.
Wobei das ganze Leben eine hoffnungslose
Schlacht ist und ich sowieso nichts zu
verlieren habe.
Aber es wird sich sowieso nie etwas außer
dem Trend ändern.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Unentschlossen



Und schon wieder dieses kopfzerfickende Gefühl. 
Dieses "Ich will nicht, dass du weißt, 
dass ich nicht weiß, was ich will."

Ich wollte mich von ihm befreien, aber ohne ihn
fühle ich mich irgendwie total verloren.
Auch wenn ich weiß, dass ihn die Trennung
schon ziemlich mitgenommen hat, scheint er
mit der Versrbeitung viel besser klar zu kommen
als ich.
Im Endeffekt fühlt es sich jetzt so an, als hätte
er mich abserviert, nicht ich ihn.

Außerdem kam mir noch ein Gedanke
"Vielleicht lenken wir uns nach einer
gescheiterten Beziehung nur deswegen ab,
damit wir nicht in Versuchung geraten, es wieder
mit der gleichen Person zu probieren.
Aber was passiert, wenn niemand zum Abkenken
da ist?"

Samstag, 11. Oktober 2014

Enttäuschung



Warum erzähle ich Leuten immer wieder von
meinen innersten Gedanken und Gefühlen,
lasse sie viel zu sehr an mich heran, nur damit
sie sich dann abwenden und mich verletzen?

Ich meine, ich kann es ihnen nicht verübeln,
ihre Reaktion ist verständlich, aber warum
hoffe ich immer wieder aufs Neue, dass es
diesmal anders ist und ich verstanden und
gemocht werde?

Ich glaube nicht wirklich, dass ich naiv bin.
Nein, das bin ich wirklich nicht mehr. Es
hört sich so unschuldig an. Wohl eher
hoffnungsvoll, blind, stolpernd, dumm.

Außerdem habe ich selbst genug Leute
verletzt, mich von genug Leuten
abgewandt. Es ist nur meine gerechte
Strafe.

Ich wünschte nur, es würde irgendwann
aufhören.
Bald irgendwann.